Schullandheimaufenthalt in Oberammergau
6. Klasse

 

Endlich am 20. Juni 2016 ging es wieder nach Oberammergau. Der Busfahrer Thomas fuhr uns zügig auf der Romantischen Straße in unsere bereits vom Vorjahr bekannte Jugendherberge an der Ammer.
Nach der Zimmereinteilung unternahmen wir eine kleine Wanderung zum Kolbensattel. Dies war nach dem langen Sitzen im Bus eigentlich recht angenehm, wenn es nur nicht so steil immer den Berg hinauf ging. Puh, einige Schüler machten bald schlapp! Unser Ziel erreichten wir nicht ganz und so mussten auch die Sportlichen von der Klasse mit umkehren.
Ein leckeres Abendessen hatten wir uns verdient. Danach hatten wir freie Verfügung. Einige Jungen gingen zum Sportplatz, um sich beim Fußballspiel auszutoben, andere blieben in den Außenanlagen, waren auf dem Spielplatz, probierten die neu angelegte Slackline oder schauten sich das Europameisterschafts-Fußballspiel Deutschland gegen Nordirland im Haus an. Am ersten Tag konnten wir lange nicht schlafen. In einigen Zimmern wurde noch bis 24.00 Uhr gequatscht.

 

 

Am Dienstag begann bereits um 8.30 Uhr der von uns gewählte Schnitzkurs mit Ernst aus Oberammergau. Die Jungs waren zuerst dran. Jeder durfte sich ein Holzbrett mit seinem Namen schnitzen. Es gab leider ein paar kleine Schnittwunden. Hobeln ist gar nicht so einfach! Die Mädchen waren da vorsichtiger. Sie hatten sich ja auch gut aufgewärmt und erlernten einen Tanz bei Frau Schmidt in der Jugendherberge. Auch die Mädels produzierten schöne Holzschnitzereien, die sie als Andenken gerne mit nach Hause nahmen.

 

 

Eine Überraschung versprach uns Frau Schmidt nach dem Essen unserer Lunchpakete. Sie führte uns durch ganz Oberammergau bis wir an die Gondelstation zum Laber (1684 m) kamen. Eigentlich sollten wir ihn besteigen, aber da wir gestern schon fleißig waren, durften wir in zwei blauen Gondeln nach oben gleiten. Zwei Schülern war es etwas mulmig bei der Fahrt, aber der weite Blick aus dieser Höhe ließ das flaue Gefühl bald verschwinden. Oben angekommen konnten wir bis zur Zugspitze und nach Garmisch blicken. Es war einfach super! Drei Schüler aus der 7.Klasse hatten den Anstieg geschafft und begegneten uns noch recht froh gelaunt. Die meisten anderen aus dieser Klasse gaben schon früh auf und waren bereits auf dem Rückweg. Unser Abstieg war wunderschön, aber auch sehr lang und anstrengend. Wir mussten Almen mit Kühen und auch rutschige Stellen durchqueren. Wie waren wir froh, als wir an der Jugendherberge wieder ankamen. Die Schmerzen in den Waden und Oberschenkeln spürten wir erst am nächsten Tag.

 



Viele Alpenblumen wie der Enzian
oder die Trollblumen, waren gerade in voller Blüte.

 

Am Mittwoch kam um 9.00 Uhr Christine zu uns, um die GPS-Schnitzeljagd mit uns durchzuführen. Anfangs erklärte sie uns, worum es dabei geht und wie die Geräte funktionieren. Wir sollten bestimmte Stationen aufsuchen (Bäume, Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Denkmäler, … ) und dann in unserer Gruppe zu einer ausgemachten Stelle kommen und den Schatz finden. Leider ging diese Aktion etwas daneben. Die meisten Geräte funktionierten nicht, obwohl sie nagelneu waren und mehrere Schüler fanden dann zum Denkmal Kreuzigungsgruppe nur mit Hilfe eines Handyanrufes bei ihrer Lehrerin.

Gott sei Dank führte uns Christine dann gleich zum Höhepunkt unseres ganzen Aufenthaltes. Wir durften alle mit dem Sessellift auf den Kolben (1250 m) fahren, um dann - nach einer kleinen Unterrichtseinheit über Tiere und Fußspuren im Wald der Alpen - mit dem Alpine Coaster (eine 2,6 km lange Sommerrodelbahn) wieder hinunter zu flitzen.



Das war eine Gaudi!
Mit ca. 40 km/h ging es rasant bergab.

 

   

Als wir an der Jugendherberge ankamen,
wollten wir alle in die Ammer zum Abkühlen.
Es war sehr heiß geworden und das Plantschen
im 15° C kalten Wasser machte viel Spaß und
sorgte für eine gute Erfrischung.




Den Abend konnten wir wieder frei gestalten,
nachdem wir unsere Schullandheim-Zeitung
im Speiseraum besprochen hatten.

 

Das schöne Wetter mit viel Sonnenschein beglückte uns am Donnerstag. Mit dem Bus fuhren wir bis nach Graswang. Von dort führte ein 6 km langer Fußweg zum Schloss Linderhof. Anfangs mussten wir alle unsere Schuhe ausziehen und durch ein breites Bachbett waten. Aber so eine Abkühlung und Fußmassage taten einfach gut!

 

 

Gegen Mittag kamen wir etwas erschöpft und kaputt zur Parkanlage von Ludwig II. von Bayern.

Einige waren dann doch ziemlich überwältigt von dem schönen Schloss und seiner Anlage, mit schönen Brunnen mit Fontäne und Statuen.

Das Bergpanorama im Hintergrund vervollständigte den prachtvollen Anblick. Ein sehr netter Guide führte uns durch die prunkvollen Räume mit viel Goldschmuck, kostbarem Porzellan, sehr teuren Vasen, prächtigen Kronleuchtern, riesigem Himmelbett, nach unten fahrbarem Esstisch und reich verzierten Gobelins.
Man fühlte sich wie in einem Märchenschloss.

Danach besuchten wir noch die Venusgrotte, eine von Ludwig II. künstlich hergestellte Höhle mit einem See, einer Theaterbühne und einem Wasserfall. Dazu ertönte Musik von seinem Lieblingskomponisten Richard Wagner.
Hier drin war es ziemlich kühl, passend für so heiße Tage wie dieser!

 

Mit dem Bus fuhren wir dann wieder zurück nach Oberammergau. Auch heute wollten wir alle nochmals in die Ammer. Nach diesem anstrengenden Tag wünschte sich die Klasse einen Kinoabend. Auf den bunten Sitzsäcken in der Lounge der Jugendherberge konnten wir herrlich entspannen und Lukas DVD anschauen. Wie schnell ging diese Woche vorbei! Es war schon unser letzter Abend!
Am Freitag mussten wir noch alles packen, Zimmer aufräumen und die Koffer in den Abstellraum bringen. Einige Schüler wollten nochmals Einiges in der Stadt einkaufen und dann gegen 11.30 Uhr kam der Bus aus Aurach, um uns wieder nach Hause zu bringen.

              Leider viel zu schnell ging diese schöne Woche vorbei.